
MÜLLERSTRASSE 164
BERLIN - WEDDING
Wohnhaus
Neubau
LPH 1 - 4
Projekt von Grossmann Schmitz-Engels Architekten
© images by GSE
Neubau eines Gartenhauses
Die Müllerstraße als nördliche Verlängerung der Friedrichstrasse ist die zentrale Einkaufsstraße im Bezirk Wedding. Das Grundstück ist entlang der Straße durch einen Nachkriegsgebäude bebaut, die durch den Krieg zerstörte innere Bebauung des Blocks soll abgesetzt vom Bestand wieder hergestellt werden und so die urbane Struktur verdichten. Das Gebäude bildet Höfe mit verschiedenen Charakteren aus, der städtische Hof zwischen Bestand und Neubau und den Gartenhof im hinteren Bereich. Dies wird auch durch die Fassaden betont: das Hinterhaus erhält analog zum Vorderhaus eine Putzfassade mit vertikal ausgerichteten Fenstern im vorderen Hofbereich, im Gartenhof ist Fassade durch große Fensteröffnungen mit vorgelagerten Balkonen und Backstein, der den Bezug zum Nachbargebäude herstellt, geprägt. Insgesamt entstehen 30 Wohnungen verschiedener Größe und Zimmeranzahl, so dass ein Mietermix von Studenten bis zu jungen Familien ermöglicht wird. Die Erschließung des Neubaus erfolgt über den städtischen Hof durch eine zentrale Lobby.rliner Stadtteil Grunewald wurde eine bestehende klassizistische Villa im Landhausstil umfassend saniert, umgebaut und erweitert. Die bestehende klassizistischen Villa im Landhausstil vom Ende des 19. Jahrhunderts befand sich in einem extrem maroden Zustand, so dass diese kernsaniert und in diesem Zuge umgebaut wurde. Im Laufe der Zeit hatte das Gebäude durch verschiedene Eingriffe an Übersichtlichkeit verloren. Ziel des Projekts war die behutsame Wiederherstellung und stilvolle Weiterentwicklung der historischen Architektur unter Wahrung ihres einzigartigen Charakters. Die neue Erweiterung nimmt die stilistischen Elemente der ursprünglichen Architektur sowie die markante Dachform auf und integriert sie stimmig in die historische Substanz, ohne dabei historisierend zu wirken. Das Gesamtbild des Hauses erscheint nun einheitlicher und kompakter und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Das Gebäude wurde in drei separate Wohnungen unterteilt und das Souterrain zusätzlich als Atelierfläche erschlossen. Die komplett neu aufgeteilten und ausgebauten Einheiten entsprechen nun sowohl gestalterisch als auch mit Bezug auf Brand- und Schallschutz modernen Standards. Die historischen Kastenfenster wurden fachgerecht saniert und energetisch ertüchtigt sowie durch neue Holzfenster im Souterrain, Treppenhaus sowie Dachgeschoss mit einer Dreifachverglasung ergänzt. Zusammen mit dem im Untergeschoss neu eingebauten BHKW erfüllt das Haus modernste energetische Anforderungen. Die Fassaden wurden fachgerecht saniert, der Putz erneuert und die bestehenden Klinker von alten Anstrichen befreit, gereinigt und neu verfugt. Aufgrund des stark maroden Zustands der Dachkonstruktion wurde der komplette Dachstuhl inklusive Holzfachwerk in den Dachgiebeln und alle anderen Holzdetails der Fassade sowie die straßenseitigen Loggia wurden originalgetreu rekonstruiert. Ein wesentlicher Bestandteil hierbei war der Um- und Ausbau des Dachgeschosses zu hochwertigem Wohnraum, inklusive der Integration neuer Gauben und großzügiger Fensterflächen, die sich harmonisch in das bestehende Erscheinungsbild einfügen. Die neu geschaffenen Räume bieten nun eine lichtdurchflutete Atmosphäre - ein neuer Spitzboden schafft zusätzlichen Raum für die Bewohner. Auf Grund des neu gestalteten und somit nun einheitlich bis ins Dachgeschoss durchlaufenden Treppenraums wurde in diesem Bereich die Fassade um ein Geschoss erhöht und der bestehende Risalit bis ins Dachgeschoss durchgezogen. Die komplett neue entstandene Dachterrassen auf der Ost- und Nordwestseite schaffen zusätzlichen Außenraum weitem Ausblick in die grüne Umgebung und die umliegenden Gärten.



