
FRIEDRICHSTRAßE
BERLIN - MITTE
Bürohaus
Neubau
LPH 1 - 5 + Gestalterische Oberleitung
Fertigstellung 2024
Projekt von Grossmann Schmitz-Engels Architekten
© images by ASE
„Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße …“
Kurt Tucholsky, „Das Ideal“
An der traditionsreichen Friedrichstraße, zwischen Tacheles und Charité Campus, entsteht ein neu gedachtes Geschäftshausensemble, das den historischen Bestand durch eine zeitgemäße Architektur erweitert. Der Entwurf reagiert sensibel auf das urbane Umfeld zwischen historischem Bestand und zeitgenössischer Entwicklung. Das Gebäudeensemble gliedert sich in ein bestehendes Vorderhaus zur belebten Friedrichstraße sowie einen Neubau im Blockinneren zur ruhigen, begrünten Rückseite, der durch zwei Seitenflügel baulich mit dem Vorderhaus angebunden ist. Das Projekt vereint Sanierung, Neugestaltung und Neubau zu einem Spannungsverhältnis zwischen Tradition und zeitgemäßer Repräsentation. Die Neugestaltung der Straßenfassade mit einem repräsentativen Natursteinsockel vermittelt gestalterische Solidität und Eleganz. In bewusster Gegenüberstellung dazu steht die Klinkerfassade des historischen Bestands im Innenhof, die die industrielle Geschichte des Ortes betont. Die Verbindung von Neu und Alt erfolgt über feine Proportionen, abgestimmte Materialwechsel und eine klare Gliederung. Das Vorderhaus erhält einen Dachgeschossneubau, der sich als moderne Weiterführung des Bestands versteht. Die Silhouette des Daches wird durch großzügige, charakteristische Dachfenster geprägt, die Tageslicht tief in die Büroflächen leiten und gleichzeitig die Dynamik der Dachlandschaft betonen. Zentraler Bestandteil des Entwurfs ist der repräsentative Innenhof, der als urbaner Eingangsplatz fungiert und eine hochwertige Erschließungssituation schafft. Als halböffentlicher Raum verbindet er die einzelnen Gebäudeteile miteinander und bietet zugleich eine Aufenthaltsqualität. Ein verglaster Skywalk im Seitenflügel stellt die vertikale und horizontale Verbindung zwischen dem historischen Vorderhaus und dem Neubau sicher. Die Aufzugsschächte entlang dieses Skywalks sind mit Stuckmarmor verkleidet – ein gestalterisches Element, das handwerkliche Tradition mit moderner Technik verbindet. Im Inneren öffnet sich das Gebäude zu großflächigen, flexibel konfigurierbaren Büroeinheiten, die über alle Geschosse hinweg variabel nutzbar sind. Große Fensterflächen schaffen eine hohe Tageslichtversorgung und ermöglichen vielfältige Raumaufteilungen. Ein besonderes Highlight ist das zwei Geschosse umfassende Auditorium im Neubau. Konzipiert für Vorträge, Konferenzen und öffentliche Veranstaltungen macht es das Gebäude zu einem zukunftsorientierten Ort für Arbeit, Austausch und Inspiration.






